Decano de la ciudad de Frankfurt: los obispos católicos deberían ceder el poder

Pastor católico en una misa, sobre dts
Pastor católico en una misa, sobre dts
El decano de la ciudad de Frankfurt, Johannes zu Eltz, ha pedido a los obispos católicos que renuncien voluntariamente al poder.

„Die Reform, die die Amtskirche jetzt braucht, heißt Gewaltenteilung“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er fragte, warum die Amtskirche immer noch an einer zentralistischen und absolutistischen Organisationsform festhalte, „die nicht mehr funktioniert“.

Der Katholik kritisierte mit Blick auf seine Kirche, dass die „vormoderne Verfassung“ hierzulande „viel Widerstand und Widerwillen“ erzeuge. Diese Kirchenverfassung sei „archaisch autoritär“ und „freiheitsfremd“. Sie als Jesu Wille auszugeben bedeute, „die Leute für dumm zu verkaufen“. Die Reform, die die Amtskirche jetzt brauche, sei die Gewaltenteilung. Die Kleriker sollten ihre Macht dazu nutzen, ebendiese rechtsverbindlich einzuschränken. „Ich sehe keinen anderen Weg aus der Sackgasse des Absolutismus.“ Selbstbindung könne helfen, die im Bischofsamt bisher vereinigten Gewalten von Rechtsetzung, Rechtsumsetzung und Rechtsprechung zu trennen. Dies würde „die Gestalt der Kirche mit einem Schlag verändern“. Konkret schlug zu Eltz vor, die Gläubigen an der Einsetzung von Pfarrern und Bischöfen zu beteiligen, „damit Katholiken sich in der Demokratie ihrer Kirche nicht mehr schämen“. Das würde der Kirche auch eine neue Art Bischof bescheren, „der lieber Vertrauen schenkt und empfängt, lieber die Kritik freier Geister anhört, lieber loyale Mitarbeiter mit Rückgrat hat – als ein Kirchenfürst zu bleiben, dessen Machtfülle ihn daran hindert, ein Mensch zu sein“. Der Stadtdekan kritisierte zudem die Entfremdung der Kirchenführung vom Kirchenvolk. Angesichts massenhafter Kirchenaustritte forderte er von den Klerikern wörtlich: „Wer das aber nicht will: ein normaler Mensch sein, den muss man daran hindern, Bischof zu werden.“ Zu Eltz gehörte ursprünglich zum konservativen Flügel seiner Kirche. Der Frankfurter Dom, dessen Hausherr er ist, gehört zum Bistum Limburg. Während des Bauskandals um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte der Stadtdekan offene Kritik an seinem Dienstherrn geübt – und trug so zu dessen Absetzung bei.